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... warum lernt der Mensch eigentlich kein Pferdisch?

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Brechen versus Ausbildung

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Training Mythunderstandings:
Breaking vs. Training

by Ron Meredith
President, Meredith Manor International Equestrian Centre

Many people who are training horses will ask them questions that the horse has no way of understanding or answering. Then they will fight with the horse or hold him hostage until the horse either gives in or gives up. The so-called trainer walks away feeling like he or she has won the game because the horse finally did what they wanted him to do. But no actual communication took place. What happened was "breaking" not training.

When you break a horse rather than train it, you get a trained flea. What do I mean by that? Well, you start training fleas by putting them in a jar. You know they are going to jump and if they do that, they'll jump out of the jar. So you put a lid on the jar.

Now when the fleas jump, they hit their heads on the lid. Being smart fleas, they learn not to jump so high. Now you can take the lid off and they won't jump out. Voila! You have trained your fleas not to jump so high. That is exactly what you do when you "break" a horse.

A lot of people train horses this way. They condition the horse to random tasks one by one. They do not do it in a systematic way that is logical to the horse.

Remember that horses have very simple minds. They can only connect a cause-and-effect sequence of about two steps. To be horse logical, the next thing you teach a horse can never be more than one step away from the thing you just taught him and not more than two steps away from the thing before that.

It should be easy for the horse to understand how to do the next thing you want to teach him because it should flow naturally from the last thing he learned. It should be horse logical for him to behave in a certain pattern. He shouldn't have to guess about what you want until he accidentally gets it right. He shouldn't have to stress himself mentally or physically until he learns to do the "correct" thing by avoiding the "incorrect" thing.

At Meredith Manor we teach our horses a "language" based on their body position relative to ours. The horse first learns on the ground that certain body language on our part calls for him to be in a certain position relative to our own. With this as a basis for understanding, we gradually shift the concepts of mirroring the trainer and working in a corridor of aids from ground work to under saddle work and eventually to whatever game we ultimately want the horse to play.

Horse showing is a game a lot of people like to play with their horses. Someone defines some rules, prescribes a set of mannerisms, and the guys whose horses come the closest to those prescribed mannerisms are the winners. When it gets too easy to win, the somebodies change the rules so it takes something different to win the game. And everybody's off again. Horse show rules are no more logical than the rules we make up for football or basketball. They're all just artificial rules that can get changed at any time.

We teach our horses to perform according to these prescribed mannerisms to make them competitive at the horse show game. When you are training, it is important to remember that producing a prescribed mannerism should not be your highest goal. The way you mentally and physically gymnasticize the horse is the real game. The horse show mannerisms are only a way for you to demonstrate that you and your horse are physically and mentally prepared.

If you've only learned to duplicate the mannerisms, you and your horse are going to be left behind when the somebodies change the rules. If your horse was properly trained, horselogically gymnasticized both mentally and physically, you'll be able to adjust to the new game rules.

As your horse's trainer, you mentally take command of the horse's muscle and strength and use it to play whatever the game you want to play with your horse. Whether it's polo, cutting, reining, jumping, pole bending, barrel racing or whatever other game you're playing, the real game is the interaction between you and the horse. It is about mental, not physical control. And that control has to be methodical and horse logical for you and the horse to play the game as well as you can.

Training horses is about developing the horse's mental attitudes to the point where they enjoy playing the same games that you do. That means taking mental control of your horse. The controlling factor is not strength, not size, not speed. The horse is ten times stronger, bigger and faster than we are.

Let other people be the ones who jerk on horses and slap them around or hassle them until they've "learned" something. You want to be the one who can communicate with the horse using horse logical emotions, horse logical shapes and change them from what they aren't into what they can be by using what they are to start with. Training is about what to do rather than about what not to do.

Missverständnisse im Training:

‘Brechen’ im Vergleich mit Ausbildung

von Ron Meredith, Leiter des Pferdezentrums Meredith Manor International

Viele Menschen, die Pferde ausbilden, stellen ihren Pferden Fragen, die diese weder verstehen noch beantworten können. Sie werden dann solange mit dem Pferd kämpfen oder es in Geiselhaft nehmen, bis das Pferd entweder mitmacht oder resigniert. Der sogenannte Ausbilder glaubt dann, daß er einen Sieg errungen hat, weil das Pferd schließlich doch das Verlangte getan hat. Aber eine echte Kommunikation fand gar nicht statt. Was da ablief, war ‘Brechen’, nicht aber Ausbildung.

Wenn Sie ein Pferd brechen statt ausbilden, erhalten Sie einen dressierten Floh. Was soll das denn heißen ? Nun, Flöhe dressieren beginnt damit, daß Sie sie in ein Glas tun. Sie wissen, daß sie hüpfen werden, und wenn sie das tun, werden sie aus dem Glas herausspringen. Also machen Sie einen Deckel drauf.

Wenn die Flöhe jetzt springen, hauen sie sich die Köpfe am Deckel an. Da es schlaue Flöhe sind, lernen sie, nicht so hoch zu springen. Jetzt können Sie den Deckel wieder abnehmen und sie werden nicht herausspringen. Voilà ! Sie haben Ihren Flöhen beigebracht, nicht so hoch zu springen. Genau das passiert, wenn Sie ein Pferd brechen.

Viele Menschen trainieren Pferde auf diese Art. Sie richten die Tiere auf die Erledigung von willkürlich gestellten Aufgaben ab. Sie tun dies jedoch nicht in einer systematischen für das Pferd logischen Weise.

Denken Sie daran, daß Pferde einen sehr einfachen Verstand haben. Sie können nur maximal zwei, drei Dinge in einer Ursache-Wirkungskette miteinander verknüpfen. Um pferdelogisch vorzugehen, darf die nächste Aufgabe im Lehrplan nie weiter als einen Schritt von dem entfernt sein, was sie ihm gerade zuvor beigebracht haben. Und nie mehr als zwei Schritte von dem, was Sie ihm zuvor beibrachten.

Es sollte dann für das Pferd recht einfach sein, wie es die nächste Sache erledigen soll, die sie ihm beibringen wollen, denn es sollte die natürliche Folge von dem sein, was er gerade zuvor gelernt hat. Es sollte für ihn pferdelogisch erscheinen, sich in einer bestimmten Weise zu verhalten. Er sollte nicht rätseln müssen, was sie von ihm wollen, bis er es eher zufällig auf die richtige Weise tut. Er sollte sich nicht körperlichem und geistigem Streß aussetzen müssen, um das ‘richtige’ Verhalten durch Vermeiden von ‘falschem’ Verhalten zu lernen.

Bei Meredith Manor bringen wir unseren Pferden eine “Sprache” bei, die auf der Körperposition der Pferde relativ zu unserer basiert. Zunächst lernt das Pferd durch Bodenarbeit, daß eine bestimmte Körperhaltung von uns Menschen ihn dazu auffordert, eine bestimmte Körperhaltung relativ zu uns einzunehmen. Mit dieser Verständigungsbasis verlagern wir das Konzept der Spiegelung des Ausbilders und der Arbeit innerhalb eines Hilfen-Korridors von der Bodenarbeit allmählich auf die Arbeit im Sattel, und schließlich auf alle möglichen anderen Übungen.

Viele Menschen nehmen gerne an Pferdeschaukämpfen teil. Irgendjemand definiert ein paar Verhaltensregeln und schreibt bestimmte Bewegungen vor. Gewinner sind dann die Menschen mit denjenigen Pferden, die diesen vorgeschriebenen Bewegungen am nächsten kommen. Wenn die Aufgaben zu leicht werden, ändert irgendjemand wieder die Regeln, so daß für’s Gewinnen etwas anderes erforderlich wird. Die Karten sind neu gemischt. Die Regeln für Pferdeschaukämpfe sind nicht logischer als die Regeln, die wir für Fußball oder Basketball gemacht haben. Es sind künstliche Regeln, die jederzeit geändert werden können.

Wir bringen unseren Pferden bei, sich entsprechend dieser vorgeschriebenen Bewegungsmuster zu verhalten, damit sie in den Schauwettbewerben gut abschneiden. Berücksichtigen Sie jedoch während ihrer Ausbildung, daß das Einstudieren von vorgeschriebenen Figuren nicht ihr höchstes Ziel sein sollte. Das wahre Ziel sollte die Art und Weise sein, in der Sie Ihr Pferd geistig und körperlich gymnastizieren. Das Abspulen der Figuren während der Schauwettbewerbe sind nur ein Weg, auf dem sie demonstrieren können, daß Sie und Ihr Pferd physisch und geistig vorbereitet sind.

Wenn Sie nur gelernt haben, vorgegebene Figuren abzuspulen, werden Sie und Ihr Pferd auf verlorenem Posten stehen, wenn jemand die Regeln ändert. Wenn Ihr Pferd aber vernünftig ausgebildet wurde, pferdelogisch sowohl geistig als auch körperlich gymnastiziert wurde, werden sie in der Lage sein, sich den veränderten Regeln anzupassen.

Als Ausbilder Ihres Pferdes übernehmen sie mental das Kommando über Muskeln und Kraft Ihres Pferdes und gebrauchen Sie für welche Arbeit auch immer Sie zusammen mit Ihrem Tier tun wollen. Sei es Polo, Westernreiten, Springreiten oder was auch immer, es kommt vor allem auf die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Pferd an. Es geht um mentale Kontrolle, nicht um physische Kontrolle. Und diese Kontrolle muß methodisch und pferdelogisch für Sie und das Tier sein, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen.

Die Ausbildung von Pferden dreht sich um die Entwicklung der Geisteshaltung des Pferdes, bis das Pferd Spaß an der von Ihnen Arbeit bekommen hat. Das bedeutet, daß Sie mentale Kontrolle über Ihr Pferd erlangen müssen. Diese Kontrolle hat nichts mit der Ausübung von Kraft zu tun, und auch nichts mit Größe oder Geschwindigkeit. Das Pferd ist zehnmal kräftiger, zehnmal größer und zehnmal schneller als wir.

Überlassen Sie es anderen Menschen, an ihren Pferden herumzuzerren, sie zu schlagen oder sonstwie zu traktieren, bis sie “es kapiert” haben. Sie jedoch wollen derjenige sein, der mit seinem Pferd kommunizieren kann durch pferdelogische Emotionen und pferdelogische Formen. Dann können Sie das Pferd “dort abholen, wo es steht” und die Formen dorthinentwickeln, wie sie sein sollen. Ausbildung dreht sich darum, was man tun muss, und nicht, was man nicht tun sollte.