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... warum lernt der Mensch eigentlich kein Pferdisch?

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Ausbildungswerkzeuge: Ausrüstung

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Training Mythunderstandings:
Tools of the Training Trade: Equipment

by Ron Meredith
President, Meredith Manor International Equestrian Centre

There's a lot of mythunderstandings out there about training equipment. Some people seem to believe that using a certain piece of equipment guarantees their horse will learn something. Or they'll be able to learn it easier or faster. Other people flat out condemn particular pieces of equipment no matter when or how they're used. They can't see any way using the thing could be justified. Another bunch puts down riders who use certain kinds of equipment as ignorant, unskilled, or inhumane.

When it comes to training equipment, blanket statements about what is good or bad simply don't work. Training equipment has to suit the horse where he is at and the handler where she or he is. The goal in choosing or using any kind of special training equipment should be the safety of the person first, the safety of the horse second, then the comfort of the horse and finally the comfort of the person. The horse has no choice in the comfort thing so his comfort should come before the handler's but in safety, it's the other way around.

Many times equipment that's used to limit a horse's capabilities like a tie down or martingale or overcheck is a good thing because it's limiting the horse to the level of the person handling him. Let's say you tell someone who can barely stay on to take the tie down off her horse because, according to you, it's only a training crutch or it's harming the horse to limit his head. Then that horse sticks his head up in the air and runs away. Do you want to be responsible for that wreck?

Until both the horse and rider get more training, that tie down is a positive thing. Once they both know more, it may become a negative factor in their overall progressive. But in and of itself, that tie down is neither good or bad. It all depends on how its used.

Leads with a chain end are another example. I could make a blanket statement that leadshanks with chains are bad for horses or that they're a sign of poor horsemanship. Then I'd be responsible if someone with a really aggressive horse that can't relax outside its stall reads my advice, takes their horse out without a chain under its chin or over its nose and gets hurt.

I could even get students here at Meredith Manor in trouble if I outright banned leads with chains on the end. We've got a teenage Quarter horse mare named Cody who's one of the goldie oldie school horses we use for beginners. If they put a chain under her chin when they take her from the barn to the arena, she'll just ho hum and go along with them wherever they want her to go. If they don't, Cody gets her head down and drags them all over campus mowing the grass and picking out the best worm eggs she can find. To Cody, a chain under the chin is a sign of authority she respects. As long as it's there, she doesn't try to get away with anything and she's a pussycat. But she's not above taking advantage of a situation when circumstances work in her favor.

I prefer that students here at Meredith Manor just use simple cotton lead ropes. But they arrive on campus with all sorts of stuff and we're not going to make them go to the expense of buying something else. It's not so important what they bring as how they use it.

Another big mythunderstanding about training equipment happens when people confuse cause and effect. A trainer sets up a situation to help the horse understand a new concept or pressure. That trainer might use a particular piece of training equipment to help the horse's understanding develop. But people see the trainer using the equipment. They get to associating the training effect with that equipment and before long, they're beginning to think that it was the equipment that caused the training instead of the trainer.

We have a round pen in here at Meredith Manor because everybody's into round pens these days and they don't think you can be a real trainer unless you're using one. But the truth is that the lessons we teach horses in our round pen can just as easily be taught in a square pen or a rectangular one. The pen by itself doesn't teach them anything. The trainer's interaction with the horse is what increases his understanding. It is very important that the horse likes being around you instead of being trapped with you in a round pen.

There's tons of mythunderstanding about bits. There's one faction that will tell you a big ole fat snaffle is the only thing you should ever put in a horse's mouth. Then someone else will tell you the hinge in a snaffle hurts the horse. You can find people who think any tongue groove is the same as a port that's going to hit the roof of the horse's mouth and hurt him. Most of them don't really understand how a bit really works but everybody's got answers.

It's not the equipment you use but how you use it. And you always have to put safety first remembering that your primary objective in any training session is rhythm and relaxation.



Missverständnisse der Ausbildung:
Ausbildungswerkzeuge: Ausrüstung

von Ron Meredith, Leiter des Pferdezentrums Meredith Manor International

Es gibt eine Menge Mythen und Mißverständnisse über Ausrüstung für Ausbildungszwecke. Manche Menschen scheinen zu glauben, daß ein bestimmtes Ausbildungswerkzeug garantiert bewirkt, daß ihr Pferd etwas lernen wird. Oder sie werden es schneller oder leichter lernen. Andere Leute dagegen lehnen manche Ausrüstungsgegenstände rundweg ab, egal wann oder wie sie benutzt werden. In ihren Augen gibt es keinerlei Grund, warum das Ding jemals benutzt werden sollte. Andere wiederum putzen Reiter als unwissend, ahnungslos und inhuman herunter, die manche Arten von Ausrüstungsgegenständen verwenden.

In Bezug auf Ausbildungsausrüstung funktionieren Pauschalurteile einfach nicht. Ausbildungsausrüstung muß zur jeweiligen Situation des Pferdes und des Ausbilders passen. Kriterien zur Wahl jedes Ausrüstungsgegenstands sind zunächst die Sicherheit des Menschen, dann die Sicherheit des Pferdes, das Wohlbefinden des Pferdes und schließlich das Wohlbefinden des Menschen. Dem Pferd wird keine Wahl gelassen bezüglich des Wohlbefindens, daher kommt seins vor dem Wohlbefinden des Menschen. Bezüglich Sicherheit ist es umgekehrt.

Sehr oft ist ein Werkzeug, das die Möglichkeiten eines Pferdes begrenzt, eine gute Sache, beispielsweise ein Ausbindezügel [?], ein Martingale oder ein Aufsatzzügel [?]. Der Grund ist, daß es die Möglichkeiten des Pferdes so begrenzt, daß Menschen mit begrenzten Fertigkeiten mit ihnen umgehen können. Nehmen wir mal an, Sie sagen jemandem, der sich gerade mal auf einem Pferd halten kann, er soll den Ausbindezügel abnehmen, weil Sie der Meinung sind, das wäre nur ein Notbehelf oder würde dem Pferd schaden. Dann reißt das Pferd den Kopf hoch und rennt davon. Wollen Sie die Verantwortung für so einen Unfall tragen ?

Bis sowohl Pferd als auch Reiter besser ausgebildet sind, ist dieser Ausbindezügel eine gute Sache. Sobald aber beide besser Bescheid wissen, kann der Ausbindezügel ihren weiteren Fortschritt behindern. Für sich selbst genommen ist der Ausbindezügel weder gut noch schlecht. Es kommt darauf an, wie er benutzt wird.

Führstricke mit Führkette am Ende sind ein weiteres Beispiel. Ich könnte Führketten jetzt pauschal verdammen als schädlich für das Pferd, oder als Zeichen schlechten Umganges mit Pferden. Dann trüge ich aber die Verantwortung, wenn ein Mensch meinen Ratschlag liest und sein wirklich aggressives, unruhiges Pferd ohne Führkette aus dem Stall führt und dabei verletzt wird.

Selbst hier bei Meredith Manor könnte ich unsere Schüler in Gefahr bringen, wenn ich Führstricke mit Kettenende verbieten würde. Wir haben ein junges Quarterhorse namens Cody, eines dieser typisch friedlichen Schulpferde, das wir für Anfänger nutzen. Wenn die Schüler Cody mit Hilfe einer Führkette unter dem Kinn vom Stall zur Reithalle führen, ist sie die Ruhe selbst und läßt sich überall hin führen. Ohne Führkette jedoch senkt Cody den Kopf, schleift den Schüler über das ganze Gelände und geht Rasenmähen. Für Cody ist eine Führkette unter dem Kinn ein Zeichen von Autorität, das sie respektiert. Solange sie die Führkette unter ihrem Kinn weiß, versucht sie nichts Ungebührliches und ist friedlich wie ein Kätzchen. Aber wenn ihr die Umstände günstig erscheinen, weiß sie die Situation eben auch zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Mir ist es lieber, wenn die Schüler hier bei Meredith Manor ganz einfache Baumwollführstricke benutzen. Aber sie kommen hier bei uns mit allen möglichen Ausrüstungsgegenständen an, und wir zwingen sie nicht, etwas Neues zu kaufen. Was sie mitbringen ist nicht so entscheidend. Entscheidend ist, wie sie es benutzen.

Ein weiteres großes Missverständnis in bezug auf Ausrüstungsgegenstände entsteht, wenn Menschen Ursache und Wirkung verwechseln. Ein Ausbilder bereitet eine Situation vor, die einem Pferd ein neues Konzept oder einen neuen Druck verstehen hilft. Der Ausbilder könnte dazu einen bestimmten Ausrüstungsgegenstand verwenden, um den Lernprozeß des Pferdes zu fördern. Die Menschen sehen jedoch in erster Linie, wie der Ausbilder einen bestimmten Ausrüstungsgegenstand verwendet. Sie werden daher über kurz oder lang vermuten, daß es der Gegenstand ist, der den Lerneffekt bewirkt, und nicht der Ausbilder.

Hier bei Meredith Manor haben wir einen Round Pen, weil zur Zeit jedermann Round Pens benutzt, und die Menschen glauben, daß man ohne Round Pen gar kein richtiger Ausbilder sein könne. In Wahrheit jedoch können die Ausbildungslektionen genausogut in einem quadratischen oder rechteckigen Pen durchgeführt werden. Der Pen selbst bringt dem Pferd gar nichts bei. Es ist die Zusammenarbeit zwischen Ausbilder und Pferd, was das Verständnis des Pferdes vermehrt. Es ist außerordentlich wichtig, daß das Pferd gerne mit Ihnen zusammen ist, statt mit Ihnen in einem Round Pen gefangen zu sein.

Massive Missverständnisse und Mythen gibt es auch in der Frage der Gebisse. Eine Fraktion wird beschwören, daß Sie niemals etwas anderes als die gute alte Wassertrense ins Pferdemaul stecken sollten. Ein anderer wird Ihnen dann erzählen, daß das Gelenk des Mundstücks dem Pferd wehtut. Sie werden Leute treffen, die glauben, daß der Bügel für die Zungenfreiheit dasselbe ist wie ein Port [?] und deshalb auf das Gaumendach des Pferdes treffen und ihm wehtun wird. Die meisten dieser Leute wissen nicht wirklich, wie ein Gebiß wirklich funktioniert, aber jeder hat eine Meinung darüber.

Es ist nicht die Art Ihrer Ausrüstung, sondern wie Sie sie anwenden. Und Sicherheit steht stets an erster Stelle, und denken Sie auch daran, daß Ihre erste Zielsetzung in jeder Ausbildungsstunde Rhythmus und Entspannung ist.